.

Schwerpunkte

Damit kranke und behinderte Kinder und ihre Familien die nötige Unterstützung erhalten durch Kinder-Spitex, setzen wir uns für gute und faire Rahmenbedingungen sowie Qualitätsentwicklung ein.

Formular «Medizinische Überwachung» vom Bundesamt für Sozialversicherungen

Seit März 2016 erarbeitete eine vom Bundesamt für Sozialversicherungen BSV einberufene Arbeitsgruppe Kriterien zur Einschätzung des Bedarfs an Pflegestunden zur medizinischen Langzeitüberwachung und der Kurzzeitüberwachung bei Kindern mit Geburtsgebrechen. Die Stunden für Überwachung sollen so bedarfsgerechter und einheitlicher verfügt werden.

Zwei vom Verband Kinder-Spitex Schweiz delegierte Pflegeexpertinnen sind in der Arbeitsgruppe mit Ärzten und Vertretern von IV und BSV dabei und vertreten die Anliegen der Kinderspitex.

Das Formular „Medizinische Überwachung“ wird seit Anfang 2019 von einigen Kinder-Spitex-Organisationen und kantonalen IV-Stellen getestet. Dem BSV wurden Rückmeldungen gemacht dazu. Ab 2020 soll das Formular von allen Kinder-Spitex-Organisationen angewendet werden.

Tarifverhandlungen mit Bundesamt für Sozialversicherungen

Die Spitex Verbände – Spitex Schweiz und der Verband der privaten Spitex-Organisationen (ASPS) – sowie die Versicherungen der IV / UV / MV verhandeln seit 2015 über einen neuen gesamtschweizerischen Tarif für Kinder-Spitex Leistungen. Die Finanzierung der von den Kinder-Spitex Organisationen erbrachten Pflegeleistungen erfolgt von Versichertenseite mehrheitlich durch die Invalidenversicherung.

Seit 1.1.2019 gilt der neue Tarifvertrag IV / UV / MV. Der Zwischentarif für alle Kinder-Spitex Leistungen zulasten der Invalidenversicherung beträgt seit 1.1.2019 114.96 CHF / Stunde. Da auch der neuverhandelte Tarif nicht den effektiven Volkosten der Kinder-Spitex Organisationen entspricht, startet 2019 ein Projekt «Kostenmonitoring» unter der Leitung von Spitex Schweiz. Auf der Grundlage von repräsentativen und vergleichbaren Daten von zwei vollständigen Jahren sollen die Verhandlungen wiederaufgenommen werden.

Die Kinder-Spitex Organisationen sind weiterhin existentiell auf die Restfinanzierung der Gemeinden oder Kantone angewiesen.

Paritätische Vertrauenskommission für Tarifvertrag IV / UV / MV

Seit 1.1.2019 ist der neue Tarifvertrag IV / UV / MV zwischen dem Bundesamt für Sozialversicherungen BSV, Spitex Schweiz und dem Verband der privaten Spitex-Organisationen ASPS in Kraft.

Die Präsidentin vom Verband Kinder-Spitex Schweiz, Eva Gerber, und die Vize-Präsidentin, Helene Meyer-Jenni, wurden in die Paritätische Vertrauenskommission PVK für die Umsetzung des neuen Tarifvertrags IV / UV / MV gewählt.

Die Paritätische Vertrauenskommission wird bei Konflikten zwischen den Vertragspartnern beigezogen.

Empfehlungen zum Erfassen des Bedarfs an Kinder-Spitex Leistungen

Im Spitex-Bereich für Erwachsene wird für die Bedarfsabklärung das RAI HC (Resident Assessment Instrument Home Care) verwendet. RAI HC Schweiz ist ein professionelles, international entwickeltes und auf schweizerische Verhältnisse angepasstes Bedarfsabklärungs-Instrument. Die Anwendung von RAI HC verbessert nachweislich die Qualität der Pflege und garantiert eine systematische Qualitätsförderung, die den Anforderungen des Krankenversicherungsgesetzes (KVG) genügt.

Das allgemeine RAI HC eignet sich jedoch nicht für Kinder. Dies wurde bereits vor Jahren durch die Kinder-Spitex Organisationen mehrfach – leider erfolglos – thematisiert. Die Erarbeitung eines in der Schweiz anerkannten RAI HC für Kinder lässt weiterhin auf sich warten.

Eine sorgfältige, umfassende und möglichst einheitliche Abklärung des Pflege- und Beratungsbedarfs der Kinder und ihrer Familien ist ein wichtiger Grundstein für eine professionelle und dem Kind sowie seiner Familie angepasste Pflege und Beratung.

In Absprache mit Spitex Schweiz entschied der Verband Kinder-Spitex Schweiz im Rahmen einer Überbrückungsmassnahme selber aktiv zu werden. Es wurde eine Arbeitsgruppe gegründet mit dem Auftrag, Empfehlungen zur Durchführung von Bedarfsabklärungen bei Kindern und Jugendlichen zu erstellen.

Die Arbeitsgruppe verfasste eine Arbeitsgrundlage mit Erklärungen zu den bestehenden gesetzlichen Grundlagen, Empfehlungen zu Haltung und Gesprächsführung während der Bedarfsabklärung und einer Checkliste zu Ablauf und Inhalt des Bedarfsabklärungsgesprächs.

Das Ziel der Empfehlungen zur Bedarfsabklärung ist ein für Kinder geeignetes Instrument zum Erfassen des Bedarfs an Kinder-Spitex Leistungen, ein einheitliches Vorgehen und eine erhöhte Transparenz gegenüber den Versicherern zu erhalten.

Allianz Pädiatrische Pflege Schweiz

Die Allianz Pädiatrische Pflege Schweiz – Soins Pédiatriques Suisse – Cura Pediatrica Svizzera – Swiss Pediatric Nursing wurde 2016 am Kinderspital Zürich gegründet. Sie versteht sich als unabhängige Verbindung von pflegerischen Fachgesellschaften, Netzwerken oder Organisationen, welche sich für die Belange der pädiatrischen Patienten und ihrer Familien wie auch für die Interessen der pädiatrischen Pflege hinsichtlich Praxis, Bildung und Forschung einsetzt. Damit sollen die heutigen Herausforderungen und die zunehmende Komplexität in der Pflege von Kindern unterschiedlichster Alterskategorien gemeistert werden. Weitere Infos unter: www.swisspediatricnursing.ch

Der Verband Kinder-Spitex Schweiz stellt zwei Vertreterinnen in diesem Gremium.

Fachkommission Kinderspitex von Spitex Schweiz

Die im Jahr 2012 gegründete Fachkommission Kinderspitex hat zum Ziel, die Anliegen und Interessen der Kinder-Spitex gezielt im Verband Spitex Schweiz einzubringen. In einer konstruktiven und engagierten Zusammenarbeit mit Spitex Schweiz und der Fachkommission Kinderspitex konnten wir gemeinsam einiges bewegen in den Tarifverhandlungen.

Es stehen weiterhin herausfordernde Aufgaben an, z.B. im Rahmen der Umsetzung des Tarifvertrags, weitere Finanzierungsfragen, gesundheitspolitische Entwicklungen und Digitalisierungsfragen. Dies hat uns dazu veranlasst, eine verstärkte Positionierung der Kinderspitex innerhalb von Spitex Schweiz zu beantragen. In einem gemeinsamen Projekt sind wir nun am Klären, welche Strukturen dabei am besten zum Ziel führen.

Paediatric Palliative Care Network CH

Das Paediatric Palliative Care Network CH (PPCN) setzt sich als nationales Netzwerk für Pädiatrische Palliative Care dafür ein, dass betroffene Kinder und Jugendliche sowie deren Familien eine individuelle, fachlich und menschlich hochstehende Palliative Care erhalten. Weitere Infos unter: www.ppcnch.jimdo.com

Vertreterinnen verschiedener Kinder-Spitex Organisationen aus dem Verband Kinder-Spitex Schweiz arbeiten im PPCN mit.

Teilnahme Plattform Palliative Care

Die Plattform Palliative Care (PPC) wurde vom Eidgenössischen Departement des Innern EDI ins Leben gerufen und ist das Forum der nationalen Akteure und kantonalen Behörden im Bereich Palliative Care in der Schweiz. Ziel ist es, relevante Themen und aktuelle Herausforderungen zu identifizieren, den Wissenstransfer sicherstellen und nicht zuletzt Empfehlungen zu erarbeiten und Grundlagenwissen bereitstellen. Weitere Infos unter: www.plattform-palliativecare.ch

Im Namen des Verbandes Kinder-Spitex Schweiz ist die Präsidentin Eva Gerber Forumsmitglied der Plattform Palliative Care.

Nationale Empfehlungen Nicht-Medikamentöse Interventionen bei (potenziell) schmerzhaften Prozeduren bei Kindern ab Geburt bis 18 Jahre

Die Allianz Pädiatrische Pflege Schweiz hat Nationale Empfehlungen erarbeitet zu nicht-medikamentösen Interventionen bei (potenziell) schmerzhaften Prozeduren bei Kindern ab Geburt bis 18 Jahre. Die Nationalen Empfehlungen sind bald fertiggestellt und werden danach den Pädiatrie Bereichen in der Schweiz bekanntgemacht und freigegeben zur Anwendung.

Eine Vertreterin vom Verband Kinder-Spitex Schweiz arbeitete in der Steuergruppe mit.